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Kokzidien

Bild Quelle: Chinchilla-Lexikon
Es ist einfacher ein Kokzidie Aufzunehmen als
Giardien ( besonders die als Flagellaten ) Aber
gute Aufnahmen einer Kokzidie im Hobbybereich zu machen ist ebenfalls sehr
schwer bis unmöglich. Es sei den man greift tief in die Tasche und schafft
sich hochwertige Geräte an.
Chinchilla Kokzidie

Aufnahme wurde mit einem VGA MikrOkular (
Mikrokular ) gemacht.
Die Aufnahme ist nicht Aussage kräftig und daher unbrauchbar.
MikrOkular
Mit dieser Version, die eine max. Auflösung von 640x480 besitzt sind
keine vernünftigen Aufnahmen möglich.
In Zukunft versuchen wir weitere Oocysten Aufnahmen online zu stellen.
Diese werden dann über einen Mikroskopadapter mit der Canon EOS 350D
gemacht. Der hochwertige Mikroskop Adapter verfügt über ein T2-Anschluss und
kann somit
z.B. auch auf der neuen EOS 450D geschraubt werden.
DCM-500 Aufnahmen über MPL-Labormikroskop
Kokzidien
400-fache Vergrößerung

1000-fache Vergrößerung
Kokzidien
Die Kokzidiose gehört zu den bedeutendsten parasitären Erkrankungen der
Nagetiere. Sie kommt praktisch in jeder Haltungs- und Nutzungsform vor.
Kokzidien sind Einzeller, die in den Zellen der Darmschleimhaut (
Darmkokzidiose ) oder der Gallengänge ( Leberkokzidiose ) leben und sich
dort vermehren.
Kokzidien entwickeln sich in einem mehr phasigen, komplizierten Zyklus,
an dessen Ende so genannte Oocysten mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese
reifen innerhalb von drei bis sechs Tagen im Einstreu oder Heuresten und
werden dann als infektionstüchtige Stadien von anderen Tieren aufgenommen.
Größte Verbreitung besteht bei den Chinchillas dadurch, dass der infizierte
Kot gefressen wird. Kokzidien sind sehr tückisch!!! Viele Chinchillas sind
mit den Erregern der Darmkokzidiose latent infiziert, das heißt, sie
scheiden die Erreger in großen Mengen aus, ohne selbst zu erkranken!!! Bei
einer Belastung z.B. durch Stress, einer Erkrankung, Futterumstellung, bei
Transport und/oder neuer Umgebung kann die Krankheit ausbrechen!
Symptome bei einer Kokzidiose
Eine Kokzidien - Erkrankung beim Chinchilla macht sich oftmals nur durch
Gewichtabnahme und oder Durchfall bemerkbar. Bei geringer Menge sind oftmals
keine Symptome festzustellen! Erst bei Stress, Schwächung des
Allgemeinzustands, Futter Umstellung oder Neuverpaarung können Symptome
auftreten.
Geringer Befall von Kokzidien
Bei geringem Befall verläuft die Erkrankung meist unbemerkt. Sind aber
ausgedehnte Darmschleimhautbezirke durch Kokzidienbefall entzündet, kann die
Nahrung nicht mehr richtig verdaut- und ausgenutzt werden. Das Chinchilla
magert ab!!! Ist die Darmflora durch den Befall von Kokzidien geschädigt,
können sich auch andere bakterielle Infektionen rasch ausbreiten. Dies ist
meist mit starker Gasbildung im Darm verbunden und kann dann sehr schnell
zum Tod des Tieres führen!
Leberkokzidiose
Bei der Leberkokzidiose steht eine ausgedehnte - und schlimme Entzündung
der Gallengänge -, sowie eine Leberschwellung im Vordergrund.
Alttiere / Jungtiere
Bei dieser Form der Kokzidiose sind ältere Chinchillas stärker betroffen als
junge. In einem Tier können asynchron Infektionen mit verschiedenen
Kokzidien-Arten gleichzeitig ablaufen.
Widerstandsfähigkeit der
Kokzidien
Die Oocysten sind sehr widerstandsfähig und können in unsauberen Käfigen im
ungünstigen Fall bis zu
10 Jahren überleben!
Kokzidien vertragen keine Hitze
Oocysten können jedoch keine Hitze vertragen, bei 60 Grad sterben sie innerhalb
weniger Sekunden ab! Käfige, die mit einem Heißdampfstrahler ausgespritzt werden
können, sind am leichtesten zu desinfizieren. Dennoch sollten besser feuchte
Teile entsorgt werden und gefährdete Bereiche, wenn möglich, mit einer
Heißluftpistole behandelt werden.
Käfig reinigen & desinfizieren
Am besten eignet sich hierzu die Dampfente SC 952 von
Kärcher, diese entwickelt einen Wasser Dampf von über 110° Grad. Die
hohe Temperatur wird aber nur max. 2cm vom Austritt des Dampfes erreicht.
Andere Geräte haben in zahlreichen Test max. 80 Grad erreicht oft sogar
wesentlich weniger.
Desinfektionsmittel gegen
Kokzidien
Es gibt wenige Desinfektionsmittel die gegen Kokzidien wirken. Ein sehr
gebräuchliches ist Bactazol, so denken jedenfalls viele Hobbyleute. Das
Mittel ist jedoch für eine Desinfektion von Kokzidien verseuchten Käfigen
absolut nicht geeignet. Bactazol ist legendlich geeignet für Ektoparasiten (
z.B. Flöhe, Zecken, Milben oder
Haarlinge )
Neopredisan als Kokzidien Desinfektionsmittel
Zitat:
| Das einzige
Breitbanddesinfektionsmittel mit patentierter Wirkformel
gegen ausgeschiedene Endoparasiten. |
Wirksamkeit gegen
ausgeschiedene Endoparasiten:
- gegen Wurmeier
(ascaris suum) * 2 % - 2 Stunden Einwirkzeit
- gegen Kokzidien
(isospora suis) ** 2 % - 1 Stunde Einwirkzeit
- gegen Kokzidien
(eimera tenella)*** 3 % - 4 Stunden Einwirkzeit
- gegen Cryptosporidien
(C.-parvum) **** 3 % - 1 Stunde Einwirkzeit
- gegen Clostridien
(C.perfringens C) ***** 4 % - 1 Stunde Einwirkzeit
- gegen TBC
(mycobacterium avium Av 56)* 4% - 3 Stunden bzw. 6 % 2
Stunden Einwirkzeit
- gegen Bakterien,
Pilze, Viren
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* von der DVG
in die 11. DVG-Liste des DVG geprüften Desinfektionsmittel
für die Tierhaltung aufgenommen. Dt. Tierärzteblatt 09/2000
** Gutachten Institut für Parasitologie, Tierärztliche
Hochschule Hannover, Dr. A. Daugschies, vom 03.06.99.
Ergebnis des in vitro Versuches: 2%/1h, Wirksamkeit 96,96
Lysis
*** Gutachten Institut für Parasitologie, Tierärztliche
Hochschule Hannover, Dr. A. Daugschies, vom 14.07.98.
Ergebnis des Tierversuches: 3%/4h, Wirksamkeit 98,2%
**** Gutachten Institut für Parasitologie, Humboldt
Universität zu Berlin, Prof. Dr. Dr. h. c. Th. Hiepe, Dr. D.
Mielke, vom 02.11.98. Ergebnis des in vitro Versuches:
3%/1h, Wirksamkeit 94,9 % Lysis.
***** Gutachten Staatliches Veterinär- u.
Lebensmitteluntersuchungsamt Potsdam, Dr. Köhler, 22.02.99,
Ergebnis des in vitro Versuches: Auf gut gereinigten Flächen
kann mit einer sicheren Abtötung der Sporen von Cl.
perfingens bereits nach 1stündiger Einwirkungszeit von 4%
NeopredisanTM 135-1 gerechnet werden.,
Wirkstoff: Preventol CMK (4-Chlor-m-kresol)
Biologische Abbaubarkeit: ist biologisch gut abbaubar (90%)
nach OECD-Testguidelines 301 C
Akute Toxizität: LD 50 oral, Ratte: 2.500 mg/kg Ratte
LD 50 dermal, Ratte: > 500 mg/kg, 7 d Exposition; bei dieser
Dosis keine Symptome
LD 50 inhalativ, Ratte: > 0,7 mg/l, 4 h Exposition; bei
dieser Dosis keine Symptome
Auch im belegten Stall - bei sachgemäßer Anwendung -
einsetzbar. |
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Quelle:
http://www.delicano.de/kaninbekaem.htm
Feuchte Stellen - Sitzbretter
Bei Chinchilla Käfigen, die hingegen aus Holz gebaut sind, sollten Sitzbretter -
vor allem die, die feucht sind - entfernt bzw. erneuert werden. Grünfutter wie
z.B. Heu, sollte grundsätzlich nicht mit Einstreu in Berührung kommen und über
Futterraufen angeboten werden! So kann eine Wiederinfizierung verringert werden.
Diagnose
Kokzidien Oozysten werden in einer Natriumchlorid/Glucose-Lösung mit der
Flotationsmethode angereichert und mikroskopisch, durch den Tierarzt oder
dem Labor, nachgewiesen. Oozysten von Isospora zeigen eine deutliche
Fluoreszenz bei einer Bestrahlung mit UV-Licht. Dies nutzt man zur
schnelleren und leichteren Diagnose (1).
Seit neusten werden auch Untersuchungen mit dem
Merthiolat-Iodine-Formaldehyde Concentration (MIFC-Verfahren)(2)
bei einigen Großlabors angeboten. Es handelt sich um ein qualitatives
Verfahren.
Behandlung von
Kokzidiose
Mögliche Medikamente bei Befall:
( auf jeden Fall den Tierarzt befragen!!! )
Amprolium 5 mg/kg LM über 21 Tage, Decoquinat 0,5 mg/kg LM über 21
Tage, Monensin (RUMENSIN) 0,25 mg/kg über 31 Tage oder 15 g/t Futter,
Toltrazuril (BAYCOX) 20 mg/kg oral oder übers Trinkwasser
Desweiteren gibt es noch Kokzidiol SD VET
Persönliche Empfehlung
Ich empfehle aus eigener Erfahrung heraus Baycox mit dem Wirkstoff
Toltrazuril
von der Firma Bayer.
Es ist sehr effektiv und kann übers Trinkwasser stressfrei der
kompletten Haltung schnell und einfach verabreicht werden. Durch die
hohe Wideransteckungsgefahr sollte nach 2 bis 3 Wochen nachbehandelt - und
nochmals eine Kotsammelprobe eingeschickt werden.
Ausführlichere Behandlungsmethoden findet ihr
hier:
http://www.chinchilla-lexikon.de/deutsch/krankheiten/kokzidien/kokzidien_.html
weitere Seiten folgen in kürze
Behandlung durch Oregano ?
- in kürze mehr -
Weitere
Webseiten über Kokzidien
http://www.cachins.org/health_body_parasites.html ( Englisch sprachig )
http://biology.unm.edu/biology/coccidia/home.html
( Englisch sprachig )
THE COCCIDIA OF THE WORLD Compiled by
Donald W. Duszynski1,
Steve J. Upton2
and Lee Couch1 (1Department
of Biology, University of New Mexico) (2Division
of Biology, Kansas State University )
Literatur:
(1) Daugshies, A., R.
Bialek, A. Joachim, H.-C. Mundt (2001): Autofluorescence microscopy for the
detection of nematode eggs and protozoa, in particular Isospora suis, in
swine faeces. Parasitol. Res. 87, 409 - 412
Erklärungen
(2)
MF-Verfahrenslösung:
Thimerosal 1:1000 (Fa.
Sigma)
oder Merthiolat-Tinktur 1:1000 (Fa. Lilly) 200
ml
Formaldehyd (37-40 %) 25 ml
Glyzerin 5 ml
Aqua dest. 250 ml
Durch die Zusammensetzung wird dieses
Verfahren nicht in Hobbybereichen angewendet!
Weitere Information zum
MIFC-Verfahren finden Sie hier:
http://www.fli.bund.de/270.html
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Chinchilla Kokzidien
Oocysten von Kokzidien können bei guten Bedingungen in feuchten Bereichen
bis zu 10 Jahre überleben! Kokzidien Oocysten kann man durch z.B. Heißdampf
heißer als 60 Grad abtöten! Kokzidien die sich in Spalten aufhalten müssen
ausgetrocknet werden. Heißdampf mit einer Temperatur über 60 Grad dringt nur
3mm ein.
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Scientific
classification |
| Kingdom: |
Protista
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| Phylum: |
Apicomplexa
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| Class: |
Conoidasida
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| Subclass: |
Coccidiasina
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| Order: |
Eucoccidiorida
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| Suborder, Family,
Genera & Species |
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Adeleorina
-
Adeleidae
-
Dactylosomatidae
-
Haemogregarinidae
-
Hepatozoidae
-
Karyolysidae
-
Klossiellidae
-
Legerellidae
Eimeriorina
-
Aggregatidae
-
Aggregata
-
Merocystis
-
Selysina
-
Calyptosporiidae
-
Cryptosporidiidae
-
Eimeriidae
-
Atoxoplasma
-
Barrouxia
-
Caryospora
-
Caryotropha
-
Cyclospora
-
Diaspora
-
Dorisa
-
Dorisiella
- Eimeria
-
Grasseella
- Isospora
-
Mantonella
-
Ovivora
-
Pfeifferinella
-
Pseudoklossia
-
Tyzzeria
-
Wenyonella
-
Elleipsisomatidae
-
Lankesterellidae
-
Lankesterella
-
Schellackia
-
Sarcocystidae
-
Sarcocystinae
-
Toxoplasmatinae
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Besnoitia
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Hammondia
-
Neospora
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Toxoplasma
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Selenococcidiidae
-
Spirocystidae
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