Gründer der Chinchillazucht

Mathias Ferrel Chapman

 

Gründer der Chinchillazucht

  

Anfang der Chinchillazucht

1919 in Potrerillos/Chile machte Mathias Ferrel Chapman erste Bekanntschaften mit Chinchillas. Der damalige Bergwerksingenieur der Anaconda Copper Company oblag die Verantwortung für eine Reihe von Gruben die in einer Höhe von 3 500m lagen. Nicht weit von Ihnen lag die Stadt Potrerillos/Chile. Hier lernte auch Chapman eines Tages bei einem Schmied die Schönheit zweier Chinchilla Felle kennen, er war sofort von Ihnen beeindruckt. Er erfuhr, dass ein alter Indianer die Felle mitgebracht hatte. Chapman war ein überaus großer Tierfreund, daher beschloss er, einige Tiere fangen zu lassen um sie als Haustiere zu gewinnen. Schließlich kam es so, dass ein alter Indianer ihm in einem Blechbehälter ein Chinchilla ins Lager brachte. Das Chinchilla harte im Behälter bereits mehr als zwei Wochen aus. Es bekam ganz wenig Nahrung und überhaupt kein Wasser, da die Indianer des Glaubens waren, Chinchillas trinken nicht! Chapman bezahlte den Indianer das Chinchilla, anschließend wurde Ihm nach und nach Bewusst das er mit einem sehr anpassungsfähigen Wesen Bekanntschaft gemacht hat. Das Tier wurde Tage lang in dem klein Behälter transportiert, dabei wurden 3500m Höhenunterschiede überwunden. Tags über war der Kasten glühend heiß und Nachts glich er einem Eisschrank.

Dies war der Augeblick wo er anfing Forschungen über Chinchillas zu betreiben. Sein erstes Chinchilla lebte noch über 18 Jahre bei Ihm.

Im laufe mehrerer Jahre gelang es Chapman weitere Chinchillas für sich zu erwerben. Nun stand er vor einem großen Problem, denn er hatte die schwierige Aufgabe, eine Exportgenehmigung für seine Tiere zu erwerben. Den 1922 lief sein Vertag bei der Minengesellschaft aus. Alle seine energischen Versuche, die Genehmigung zu erhalten, scheiterten. Zusätzlich stand er vor einem weiteren Problem denn die Chinchillas mussten von Süd nach Nordamerika gebracht werden. Er musste die Tiere also bei sehr günstigen Wetterverhältnissen verschiffen. Chapman brachte die Tiere über das Eisenbahnnetz an die Küste. Er traf alle Vorbereitungen die Chinchillas in die USA zu verschiffen. Auf einen japanischen Frachter durfte dann Chapman zunächst die Tiere im Laderaum halten. Er bat den Kapitän um Erlaubnis, die Chinchillas mit in seine Kabine nehmen zu dürfen denn er wollte die Chinchillas nicht einer all zu großen Hitze aussetzen. Da der Kapitän jedoch Chapman's Erlaubnis zurückwies, schmuggelte er mit Hilfe seiner Freunde alle Chinchillas in seine Kabine. Hier hielt er sie in besonderen Lattenkisten die Einzelfächer besaßen.

 

 

Diese Box befindest sich nun im Chinchilla-Museum USA

 

Nach ablegen des Schiffes unterrichtete er den Kapitän das seine Chinchillas nun in seiner Kabine währen, zusätzlich drohte er die Schiffslinie auf etwaigen Schadensersatz zu verklagen denn er unterrichtete ebenfalls dem Kapitän über den Wert dieser Tiere. Darauf hin bewilligte der Kapitän Chapman die Tier in seiner Kabine halten zu dürfen.

 

 

 

Chapman wusste die Gefahren des Passierens der tropischen Zone und hatte vorgesorgt und die Käfige mit Eisräumen ausgestattet. Aber schnell zeigte sich das dies nichts nütze. Er hielt ab da an alle Tiere ständig unter Beobachtung. Bekam ein Chinchilla es mit der Hitze zu tun so wickelte er das Tier in ein Eiswassergetränktes Tuch ein. Jedoch übte sich die ungewohnte Hitze auf den Gesundheitszustand der Tiere aus; als Chapman mit dem japanischen Frachter im Februar 1923 in San Pedro Kalifornien eintraf, besaßen fast alle Chinchillas kein Fell mehr. Sie waren nackt, erholten sich aber recht schnell wieder. Ab 1923 nahm die Chinchillazucht dann seinen Lauf.

Mit insgesamt 11 Chinchillas, davon 4 Weibchen fing Chapman an zu züchten. Es wäre dabei zu bemerken das ein Tier auf der Reise verstarb und eins aber wieder geboren wurde. 1926 brachte Chapman seine Chinchillas nach Inglewood, hier erbaute er die erste Chinchillazucht. Diese Zuchtanlage umfasste nach zahlreichen Jahren 21 vielgestaltige Chinchillabehausungen. Die Zucht beinhaltete Büros, Betriebsgebäude und einige medizinische Anlagen.

Durch ein Deutschen der sich Brodie nannte und als Schweizer Syndikus ausgab, erlitt Chapman einen herben Rückschlag. Brodie klaute, aus der inzwischen auf 100 Tiere angewachsene Zucht, 32 Zuchttiere und floh mit ihnen nach Deutschland. Als man Brodie verhaftete, waren angeblich bis auf 12 Tiere alle verstorben. Chapman versuchte durch viele Verfahren an seine Tiere ranzukommen, aber alles war vergebens. Die Gestohlenen Tiere waren unauffindbar und in alle Welt verstreut. Der damalige Wert lag bei 25.000 Reichsmark pro Paar.

 

1956 umfasste alleine die Zucht in Inglewood über 2000 Tiere, die einst von dem Schicksaal der 11 Tiere abhing. Viele der Chinchillas waren bereits Pensionäre und warteten auf Käufer.

 Chinchillazucht Inglewood


   

Seine Chinchilla Farm

         

Literatur- sowie Bildquellen:

  • "The Chinchilla" von Harold Medow ( 1969 ) The Tozer CO. Redwood City, California - 209 Seiten
  • "Chinchilla"  Edwin G. Bowen und Ross W. Jenkins ( 1969 ) History * Husbandry * Marketing Adler Printing Co. Hackensack, New Jersey - 149 Seiten